Gut, dass wir verglichen haben: Charlton Hestons Rede nach Columbine

Ich hatte vor kurzem die Q&A eines Zeugen des Columbine-Massakers von 1999 hier gepostet. An dieser Stelle wollte ich noch etwas recht Interessantes erwähnen, was am Rande damit zu tun hat. Die Rede des inzwischen verstorbenen Schauspielers/NRA-Mitglieds Charlton Heston, welche im Anschluss an das Schulmassaker gehalten wurde, weicht z.T. deutlich von der Version ab, die in Michael Moores preisgekrönter Doku „Bowling for Columbine“ zu sehen gewesen ist. Hierzu der Kommentar eines Users:

„[…] Heston NEVER says „From my cold dead hands“ in this speech as Moore tries to portray. […]
Notice also that Heston is very concerned about the recent events and speaks specifically about those who are trying to blame them on the NRA.
He also prophetically addresses those who seize „soundbite(s) out of context“ in order to ridicule NRA members.“

Es ist gewiss nicht überraschend, dass Michael Moore nicht so wirklich objektive Dokus macht. Dennoch sollte man dies historisch noch einmal korrekt darstellen. Sonst ergeht es euch so wie meinen Mitschülern damals, die Fahrenheit 9/11 für eine ernstzunehmende Dokumentation gehalten haben und hinter George W. Bush ein durchtriebenes und geschickt täuschendes Genie vermutet haben. (Derselbe Mann also, der einen Satz hervorgebracht hat wie „Rarely is the question asked: Is our children learning?“)

Hier die Rede von Heston. Interessant ist auch der Vergleich der Rede mit Moores Version. Zeigt gut, wie man Inhalte manipulieren kann. Just fyi

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1 Antwort auf „Gut, dass wir verglichen haben: Charlton Hestons Rede nach Columbine“


  1. 1 Gut, dass wir verglichen haben: Charlton Hestons Rede nach … Pingback am 01. Mai 2011 um 15:46 Uhr
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