Archiv für Juli 2011

Musikempfehlung des Abends: Com Truise – „Hyperlips“

Elektronische Musik mit leichtem Lounge-und starkem 80er-Einschlag. Com Truise sollte man sich allein schon wegen des Namens genauer anschauen.

Das Lied stammt aus dem Album „Galactic Melt“. Mehr Songs gibt’s auf der MySpace-Seite von Com Truise. Außerdem: Zwei Songs gratis zum Download. Am 18. November ist er zusammen mit Givers und Bravestation im Berliner Club „Magnet“ am Start.

Meanwhile in Cuba: „Insel ohne Internet“

Artikel auf dem ZDF-Hyperland-Blog von Jochen Dreier über die Web-Anbindung im sozialistischen Kuba:

    Ein Land, in das jährlich mehr als 2,5 Millionen Touristen aus aller Welt reisen und in dem nur drei Prozent der Einheimischen Zugang zum weltweiten Internet haben.

    Schon als Tourist ist es nicht einfach, mal seine Mails zu lesen oder sogar eine kleine Audiodatei von nur 1,5 Minuten zu verschicken. Nach 15 Minuten Upload teilte mir der Computer des mittelklassigen Hotels in Havanna mit, dass es verboten sei, so große Dateien zu verschicken. Der Preis für die Stunde voller Aufreger mit dem Computer in der Hotellobby: umgerechnet etwa fünf Euro.

    Der hohe Preis ist Teil des Systems. Nicht nur zur Devisenbeschaffung über Touristen, sondern zur Kontrolle und Zensur der Bevölkerung. Denn Zugang zum Internet, Import- und Luxusgüter können nur in der Devisenwährung gekauft werden. […]

    Erstaunlicherweise gibt es trotzdem eine rege Bloggerszene, die sich auf dem Portal Desde Cuba versammelt. Die bekannteste unter ihnen ist Yoani Sánchez. Oft schon wurde sie für ihre mutige Berichterstattung und Überwindung der Zensur international ausgezeichnet. […] Die Bloggerszene zeigt natürlich, dass ein privater Zugang zu E-Mail und Internet möglich ist, aber dieser ist noch weitaus teurer, muss offiziell angemeldet sein.

Nur ein paar Ausschnitte. Mehr Infos zur Devisenwährung, der Bloggerszene und dem kubanischen Wikipedia-Ersatz findet ihr hier im kompletten Artikel auf Hyperland. Lesenswert.

Foo Fighters: Komplette Garage-Tour-Doku online / Jenseits von Millionen – Mixtape

Foo Fighters - Garage Tour
Bildquelle

Ihr Album „Wasting Light“ haben die Foo Fighters in Dave Grohls Garage aufgenommen und kamen deshalb auf eine coole Idee. Zur Promotion der neuen Scheibe sind die Foos durch Garagen von Fans getourt und haben dort ihre Songs gespielt. Hier ein 40-minütiger Zusammenschnitt der Konzerte zu „Wasting Light“ inklusive herrlichem LoFi-Sound und unbezahlbarer Live-Atmosphäre. Die Doku wurde komplett für umme ins Netz gestellt.

Und wer fürs nächste Wochenende noch Planungsvorschläge benötigt, sollte mal in das Mixtape vom „Jenseits von Millionen“-Festival reinhören. Das Benefizfestival findet am 05. und 06. August ein paar Kilometer abseits von Berlin in Friedberg statt. Mit von der Partie sind die Fotos, Sir Simon Battle, Ja,Panik, Karrera Klub uvm.

Hie geht’s zur Homepage des Festivals „Jenseits für Millionen“.

Clip: „We Miss You“

Krasser und toll gefilmter Werbefilm von Hanna Maria Heidrich (Filmakademie Baden-Württemberg), mit dem sie u.a. 2011 den Preis in Cannes für das beste „Branded Short“ gewonnen hat.


(On Vimeo)

Seit „Antichrist“ bin ich Fan von sprechenden Tieren in Filmen. Auf wemissyou.de findet ihr die Botschaft der drei verantwortlichen Filmstudenten, unterlegt mit einer wunderbar fotografierten Aufnahme und Wohlfühlklängen. Via Nerdcore.

Bild des Tages: ♥andalism

I Love Vandalism
(this isn‘t happiness, via)

Rorschmap – Google Maps im Kaleidoskop

Sehr, sehr coole Website: James Bridle hat ein bisschen an Google Maps getüftelt und heraus kam dabei #rorschmap. Im Prinzip wird ein Ausschnitt aus Google Maps nur zweimal gespiegelt. So wird aus den Satellitenbildern ein wirklich sehenswerter Rorschachtest, der bekanntlich nach einem ähnlichen Muster funktioniert. Ob man in die Satellitenbilder der Heimatstadt auch eine Fledermaus oder seine Mutter hineininterpretieren will, bleibt jedem selbst überlassen.

Ihr könnt natürlich auch, wie bei Google Maps, euch die Roadmap oder euren Standort anzeigen lassen, oder gezielt nach einem Ort auf der Welt suchen. Die Link-Funktion ist ebenfalls praktisch, der Screensaver funzt momentan noch nicht richtig.

Hier ein paar Aufnahmen von Berlin.

Google Maps - Rorschmap Berlin
Groß, Link
Google Maps - Rorschmap Berlin
Mitte: Groß, Link
Google Maps - Rorschmap Berlin
Von noch weiter oben: Groß, Link

Via KFMW

Political Change: Schablonen-Graffiti aus den USA

Beitrag zur Schuldenobergrenzeanhebungs-Debatte (Jesus, was für ein Wort) aus Maryland, USA.


(via Dangerous Minds)

Wer die „debt ceiling“-Problematik in den USA noch nicht ganz durchblickt hat, dem hilft vielleicht dieser Star-Wars-Comic. (via)

Slutwalk am 13. August 2011 in Berlin

Zum Slutwalk in Berlin - Politischer / gesellschaftlicher Protest

Was aus der Kategorie „Veranstaltungstipps“: Ich habe gerade gesehen, dass in genau zwei Wochen, am 13. August ab 15 Uhr auf dem Wittenbergplatz in Berlin, der erste deutsche Slutwalk stattfindet. Und alle, die jetzt beim Begriff „Slutwalking“ überfragt sind, kann ich gleich an diese schon gut drei Monate alte Meldung zum Thema weiterleiten.

Slutwalking ist eine junge Protestbewegung mit Ursprung im kanadischen Toronto. Für die Entstehung der „Schlampenmärsche“ zeichnet dabei der Polizist Michael Sanguinetti verantwortlich, der eigentlich nur Studenten für ihre persönlichen Sicherheit beraten sollte. Zu den Gründen für die Vergewaltigung von Frauen und ähnliche Gewaltverbrechen sagte er unter anderem: „I‘ve been told I‘m not sup­po­sed to say this – howe­ver, women should avoid dres­sing like sluts in order not to be victimi­sed.“

Dies war der Startschuss für weltweite Proteste. Am 13. August nun in der Hauptstadt. Hier der Aufruf an alle zum Slutwalk Berlin (via):

    SlutWalks sind Demonstrationen gegen Sexismus, sexualisierte Gewalt, Vergewaltigungsmythen und -verharmlosungen. Was in Toronto Anfang des Jahres begann, entwickelt sich zu einer globalen Emanzipationsbewegung.

    Menschen protestieren für ihr Recht auf Selbstbestimmung hinsichtlich Körper, Geschlecht und sexuellem Begehren.

    Wir haben es satt in einem System zu leben, das sexualisierte Übergriffe, Gewalt und Belästigungen verharmlost, legitimiert und den Betroffenen die Schuld gibt.

    Indem wir uns am 13. August 2011 als SlutWalk zusammenfinden, zeigen wir uns solidarisch mit allen Betroffenen und fordern Respekt und Gerechtigkeit!

Infos über die Twitter-Tags #SlutWalkBerlin #SlutWalkUnited Grrrlmany sowie generell zum Thema #SlutWalk. Hier die Homepage zum Slutwalk in Berlin.

Noch mal die Eckdaten für eure Wochenendplanung:
Slutwalk Germany, 13.08.2011
Beginn: 15 Uhr
Wittenbergplatz, Berlin

Bild des Tages: Van Gogh’s „Sternennacht“ mit Papier

Wunderschön gemacht, nur mit gerolltem Papier. Sicherlich besser als das, was man in der fünften Klasse damit fabriziert hat.

Van Gogh's Starry Night with paper quills

Zur Homepage der Künstlerin

Zum Artikel mit den Hintergründen (Geekosystem)

Dasselbe mit Schinken (yeah!)

Googles „Bad Words“ enthüllt

Google
Bildquelle

Ich hatte an anderer Stelle ja bereits über Googles Projekt What Do You Love? berichtet. Dort kamen Spaßvögel bereits kurz nach dem Start auf die Idee, Suchbegriffe wie „Fucking“ auszuprobieren, mit entsprechend aberwitzigen Ergebnissen (die ihr hier sehen könnt).

Nun hat fffff.at die offizielle Liste von Googles „Bad Words“ im Quellcode der Seite ausgemacht und online gestellt. Lustig: Wenn ihr jetzt nach „Shit“, „Cunt“ oder „Fuck“ (auch „fcuk“) sucht, zeigt die Seite als Ergebnis nur „Kittens“ an. In diesem Fall wollen wir die Zensur aber mal gerade so durchgehen lassen. Zumal ich in der Seite momentan nicht mehr sehe als ein nettes Gimmick für Nutzer und eine weitere Datensammelstelle für Google.

Hier geht’s zur kompletten Liste von Googles „Bad Words“ in WDYL

Via René Walter.