Meanwhile in Cuba: „Insel ohne Internet“

Artikel auf dem ZDF-Hyperland-Blog von Jochen Dreier über die Web-Anbindung im sozialistischen Kuba:

    Ein Land, in das jährlich mehr als 2,5 Millionen Touristen aus aller Welt reisen und in dem nur drei Prozent der Einheimischen Zugang zum weltweiten Internet haben.

    Schon als Tourist ist es nicht einfach, mal seine Mails zu lesen oder sogar eine kleine Audiodatei von nur 1,5 Minuten zu verschicken. Nach 15 Minuten Upload teilte mir der Computer des mittelklassigen Hotels in Havanna mit, dass es verboten sei, so große Dateien zu verschicken. Der Preis für die Stunde voller Aufreger mit dem Computer in der Hotellobby: umgerechnet etwa fünf Euro.

    Der hohe Preis ist Teil des Systems. Nicht nur zur Devisenbeschaffung über Touristen, sondern zur Kontrolle und Zensur der Bevölkerung. Denn Zugang zum Internet, Import- und Luxusgüter können nur in der Devisenwährung gekauft werden. […]

    Erstaunlicherweise gibt es trotzdem eine rege Bloggerszene, die sich auf dem Portal Desde Cuba versammelt. Die bekannteste unter ihnen ist Yoani Sánchez. Oft schon wurde sie für ihre mutige Berichterstattung und Überwindung der Zensur international ausgezeichnet. […] Die Bloggerszene zeigt natürlich, dass ein privater Zugang zu E-Mail und Internet möglich ist, aber dieser ist noch weitaus teurer, muss offiziell angemeldet sein.

Nur ein paar Ausschnitte. Mehr Infos zur Devisenwährung, der Bloggerszene und dem kubanischen Wikipedia-Ersatz findet ihr hier im kompletten Artikel auf Hyperland. Lesenswert.

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