Archiv für August 2011

Discovery Channel erklärt virale Videos

Via Markus Hündgen habe ich gerade erfahren, dass der amerikanische Discovery Channel auf Youtube virale Videos erklärt. Ein Beispiel findet ihr unten, hier ist der Youtube-Channel mit allen Videos. Eine brauchbare Variante des Galileo Fake-Check.

Klick den Like-Button

Like-Button Real Life
Bildquelle

Marco Klingemann hat einen Like-Button fürs Real Life gestaltet im Stile eines Ampelknopfes. Der Button basiert auf einer Arduino-Platine und hat sogar einen Zähler.

Klingemanns Kommentar zum Projekt auf Flickr:

It is not connected to Facebook since for obvious reasons it is not possible to register a „like“ for another person without being logged in. Only the button design has been borrowed since it is such a cultural icon already and most people will immediately understand how to use it.
Technically it contains an Arduino which takes care for permanently storing the count of button presses (so they do not get lost when the power is detached) and which also controls the display. Also what cannot be seen on the still photo is that you have to press the button for about a second during which a progress bar appears in order for your „Like“ to count – so people who do not like it but still want to touch it can do so.
The idea was to create a self-referential artwork that shows how many people like it. Apart from that I find it interesting to have an object in a gallery or show that is not only allowed to be touched but actually supposed to be.

Via Nico Lumma

Life Hacks

Life Hacks 2.0
(via)

Vater/Tochter-Duett des Abends: Feel Good Inc.

Gorillaz-Cover mit Loop-Effekten und viel Gefühl. Ein tolles Gespann.


(via Dominic)

Pixelkunst mit Klebebildchen: Ubisofts Post-it-War

Post-it-War Ubisoft
Bildquelle

**UPDATE**

Hier noch die Tumblr-Seite zum Post‘it War mit vielen weiteren Bildchen.

Originalmeldung:

“Heute Nacht” berichtete gestern (Minute 12:05) über einen bizarren Wettstreit zwischen der französischen Spieleschmiede Ubisoft und einer benachbarten Bank. Die Mitarbeiter der Spielefirma begannen eines Tages in der Mittagspause, Figuren aus alten Computerspielen mit Post-its an die Wand zu kleben. Mitarbeiter der Bank Bnp Paribas im Gebäude gegenüber fühlten sich davon herausgefordert und machten mit. So kamen Zelda und die Space Invaders auf die Scheiben der Gebäude. Und das teils über mehrere Stockwerke hinweg.

Die Chefs der beiden in Paris ansässigen Unternehmen sollen erst wenig begeistert gewesen sein von dieser Arbeitszeitvernichtung, später aber änderten sie ihre Meinung und unterstützten das Projekt als teambildende Maßnahme.

In dem Artikel auf Basic Thinking, von denen auch obiger Auszug stammt, findet ihr weitere Einzelheiten, Screenshots und Links zu Videos.

Online-Petition gegen Ölimporte der EU aus Syrien

Neue Petition von Avaaz:

Syriens Präsident Assad bezahlt seine Schergen, um Krieg gegen das eigene Volk zu führen. Regierungen auf der ganzen Welt haben die Gräueltaten verurteilt. Jetzt könnten die wichtigsten Europäischen Staatschefs jedoch den Geldfluss, der dieses Blutbad finanziert, stoppen.

Deutschland, Frankreich und Italien sind die drei Hauptimporteure syrischen Öls. Sollten sie sich für die Verhängung umgehender EU-Sanktionen einsetzen, würden Assads finanzielle Mittel versiegen. Assad hat politische Appelle in seinen Übergriffen ignoriert und EU Staatsführer haben die Erhebung von Sanktionen diskutiert. Doch nur eine weltweite Protestwelle wird sie zum schnellen Handeln bewegen.

Hier geht’s zur Petition ‚Stoppen Sie die Ölimporte aus Syrien!‘

Bisher hat die Online-Petition über 440.000 Unterzeichner, viele fehlen also nicht mehr.

Netz-Belange: Illegale Downloads, Leistungsschutzrecht, Jugendschutz

Ein paar Artikel für Netizens. Links unter den Ausschnitten.

Markus Beckedahl von der Digitalen Gesellschaft äußert sich zu einer Studie von dem Bundesverband Musikindustrie, dem Börsenverein des deutschen Buchhandels und die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechten, in welchem u.a. die hohe Zahl illegaler Downloads von Büchern beklagt wird.

„Im Klartext heißt dies, dass selbst nach Studien der Rechteindustrie nur fünf Prozent der Deutschen überhaupt rechtlich umstrittene Werke im Netz herunterladen. Und für die Musikindustrie scheint jeder Download illegal zu sein, bei dem kein Geld bezahlt wird.“ […]

„Wer nur teure und dann auch noch mangelhafte, restriktive Angebote macht, darf sich nicht wundern, wenn der wirtschaftliche Erfolg ausbleibt“, sagt Markus Beckedahl. „Ein überteuertes Auto, dass man zudem nur Dienstags und bei Regen fahren darf, kauft ja auch keiner freiwillig, wenn er stattdessen auch einfach den Bus nehmen kann.“

Jammern der Musik- und Filmindustrie selbstverschuldet – Rechtslage und Anbieter benachteiligen Nutzer

Stefan Niggemeier kritisiert die Debatte über das Leistungsschutzrecht für journalistische Texte, konkret: er nimmt gezielt die Antworten von WAZ-Geschäftsführer Christian Nienhaus aus dem FAZ-Interview auseinander.

Ich halte viele der Positionen der Verlagslobby im Kampf gegen ARD und ZDF oder Google für falsch, aber das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass man über diese Positionen kaum ernsthaft streiten kann, weil die Debatte beherrscht wird von ahnungslosen Lautsprechern wie Nienhaus, der eigentlich nicht satisfaktionsfähig ist und dem tatsächlich in einem Interview über ARD und ZDF im Internet auf die Frage, was ARD und ZDF Schlimmes im Internet machen, nur einfällt: „Partnerschaftsportale, Jugendseiten, alles Mögliche!“

Christian Nienhaus und die große Ignoranz

Kai Burkhardt, u.a. Betreiber der Seite jugendmedienschutz-gestalten.de, auf carta.info über die Bedeutung und die Möglichkeiten des Jugendschutzes im Internet:

Es ist eine Ironie der Technikgeschichte, dass die Zukunft des Internets, seine Ordnung, Regulierung und Durchlässigkeit, ausgerechnet durch den lange belächelten Jugendschutz entschieden wird. Genau das aber wird passieren. Während nämlich andere Probleme wie Internetpiraterie oder Datenschutz zumindest manchmal auch digitalkommunistische oder Robin-Hood-artige Betrachtungsweisen erlauben, hört bei Kindern und Jugendlichen der Spaß auf.
Für Politiker gilt dies besonders, denn es gibt keine härtere Opposition als besorgte Eltern. Vereine wie „Mütter gegen Krieg“ oder „Mütter gegen Atomkraft“ sind für Politiker weitaus unangenehmer als die parlamentarische Opposition. Die „madres de la plaza mayo“ umrunden seit 1977 jeden Donnerstag in stillem Protest den Platz vor dem Regierungssitz.

Jugendmedienschutz: Eine Online-Konsultation

Fühlt euch verlinkt.

NPD-Adbust: Für die Gleichberechtigung homosexueller Paare

Kleine Ergänzung zum Wahlplakat-Busting-Special zur Berlin-Wahl 2011, via Blogrebellen.

NPD-Adbust - Für Gleichberechtigung homosexueller Paare

Auch gut: Der Beitrag der Blogrebellen zur Bergpartei (die Überpartei) mit Bildern. Von der Bergpartei hab‘ ich selbst auch schon gute Plakate entdeckt.

Google Gravity / Hexadecimal Colour Clock

Google Gravity
Bildquelle

Zwei coole Links für die Nacht. Zum einen solltet ihr mal das Chrome-Experiment zu „Google Gravity“ ausprobieren. Kurzweiliger Spaß garantiert.

Zu Google Gravity

Zum anderen ist die „Color Clock“ eine einfallsreiche Website, auf der die Uhrzeit einfach dem hexadezimalen Farbcode (wie #00FF71) zugeordnet wird. Selten war die Uhrzeit so interessant anzusehen – wobei mich z.Z. vielleicht auch nur mein Workshop langweilt.

Zur Colour Clock

The Rum Diary: Trailer zur Hunter-S.-Thompson-Verfilmung

Am 28. Oktober kommt in den USA „Rum Diary“, die Verfilmung des Romans von Hunter S. Thompson, in die Kinos. 13 nach dem Drogen-Kultfilm „Fear and Loathing in Las Vegas“ übernimmt Johnny Depp erneut eine von Thompsons Rollen. Zu Lebzeiten des Autors waren die beiden gute Freunde.

Hier der Trailer zu „The Rum Diary“:

2001 schrieb Thompson übrigens noch Folgendes an den Produzenten des Films, Holly Sorensen (saubere Transkription des Briefes findet ihr hier):

Hunter S. Thompson's Letter to the Producer of 'The Rum Diary'