Netz-Belange: Illegale Downloads, Leistungsschutzrecht, Jugendschutz

Ein paar Artikel für Netizens. Links unter den Ausschnitten.

Markus Beckedahl von der Digitalen Gesellschaft äußert sich zu einer Studie von dem Bundesverband Musikindustrie, dem Börsenverein des deutschen Buchhandels und die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechten, in welchem u.a. die hohe Zahl illegaler Downloads von Büchern beklagt wird.

„Im Klartext heißt dies, dass selbst nach Studien der Rechteindustrie nur fünf Prozent der Deutschen überhaupt rechtlich umstrittene Werke im Netz herunterladen. Und für die Musikindustrie scheint jeder Download illegal zu sein, bei dem kein Geld bezahlt wird.“ […]

„Wer nur teure und dann auch noch mangelhafte, restriktive Angebote macht, darf sich nicht wundern, wenn der wirtschaftliche Erfolg ausbleibt“, sagt Markus Beckedahl. „Ein überteuertes Auto, dass man zudem nur Dienstags und bei Regen fahren darf, kauft ja auch keiner freiwillig, wenn er stattdessen auch einfach den Bus nehmen kann.“

Jammern der Musik- und Filmindustrie selbstverschuldet – Rechtslage und Anbieter benachteiligen Nutzer

Stefan Niggemeier kritisiert die Debatte über das Leistungsschutzrecht für journalistische Texte, konkret: er nimmt gezielt die Antworten von WAZ-Geschäftsführer Christian Nienhaus aus dem FAZ-Interview auseinander.

Ich halte viele der Positionen der Verlagslobby im Kampf gegen ARD und ZDF oder Google für falsch, aber das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass man über diese Positionen kaum ernsthaft streiten kann, weil die Debatte beherrscht wird von ahnungslosen Lautsprechern wie Nienhaus, der eigentlich nicht satisfaktionsfähig ist und dem tatsächlich in einem Interview über ARD und ZDF im Internet auf die Frage, was ARD und ZDF Schlimmes im Internet machen, nur einfällt: „Partnerschaftsportale, Jugendseiten, alles Mögliche!“

Christian Nienhaus und die große Ignoranz

Kai Burkhardt, u.a. Betreiber der Seite jugendmedienschutz-gestalten.de, auf carta.info über die Bedeutung und die Möglichkeiten des Jugendschutzes im Internet:

Es ist eine Ironie der Technikgeschichte, dass die Zukunft des Internets, seine Ordnung, Regulierung und Durchlässigkeit, ausgerechnet durch den lange belächelten Jugendschutz entschieden wird. Genau das aber wird passieren. Während nämlich andere Probleme wie Internetpiraterie oder Datenschutz zumindest manchmal auch digitalkommunistische oder Robin-Hood-artige Betrachtungsweisen erlauben, hört bei Kindern und Jugendlichen der Spaß auf.
Für Politiker gilt dies besonders, denn es gibt keine härtere Opposition als besorgte Eltern. Vereine wie „Mütter gegen Krieg“ oder „Mütter gegen Atomkraft“ sind für Politiker weitaus unangenehmer als die parlamentarische Opposition. Die „madres de la plaza mayo“ umrunden seit 1977 jeden Donnerstag in stillem Protest den Platz vor dem Regierungssitz.

Jugendmedienschutz: Eine Online-Konsultation

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