Bayerische Polizei fällt auf Titanic-Satire rein


Quelle: Titanic (Bildquelle)

Die obige Titanic-Satire auf die Pannen beim Verfassungsschutz ging vor einigen Tagen durchs Netz.

Es klingt zunächst wie eine Posse. Die Polizei in Taufkirchen/Bayern hat Ermittlungen aufgenommen, weil an einem Dönerstand, bei Kik und an einem Drogeriemarkt seltsame Plakate hingen. Sie zeigten alle ein Porträt Adolf Hitlers, verbunden mit der Textzeile:

  • Der Verfassungsschutz bittet um Mithilfe: Wer kennt diesen Mann?
  • Laut Süddeutscher Zeitung hat die Polizei insgesamt fünf solcher Plakate sichergestellt. Die Beamten hätten sogleich ausdrücklich spekuliert, als Täter komme ein Rechtsradikaler in Betracht. Aber auch Störfeuer von anderer Seite, im Sinne einer “Provokation des Verfassungsschutzes”, wollten sie nach dem Bericht nicht gänzlich ausschließen.

    Sicher kann man von den Beamten nicht verlangen, dass sie Satirezeitschriften lesen. Aber sehr weit können die Ermittlungen noch nicht fortgeschritten gewesen sein, als sie ihre Mutmaßungen bekannt gaben.

    Mehr zur Untersuchung mitsamt passender Rechtsbelehrung findet ihr auf dem Law-Blog, von dem auch obiger Auszug stammt.

    Die Süddeutsche hat ebenfalls was dazu: Hitler-Plakate in Taufkirchen bei Erding – Kripo sucht Titanic-Leser

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