Urheberrecht: Das Problem der Schutzfristen (Grafik)

Nachdem vorgestern 51 „Tatort“-Autoren die Debatte um eine Verkürzung der Schutzfristen kleingeredet hatten, gibt es nun ein (weiteres) klares Argument gegen die Fristen. Leonhard Dobusch weist auf Netzpolitik.org auf eine neue Studie hin, welche das Problem mit der „Lücke des 20. Jahrhunderts“ für neu erschienene Bücher darstellt.

Copyright-Forscher Paul Heald von der University of Illinois hat in dieser Grafik die beim Online-Händler Amazon verfügbaren neuen Büchern aufgeführt und sie nach Erscheinungsjahr aufgetragen:

Die Lücke des 20. Jahrhunderts - Grafik für neu erschienene Bücher im Amazon Warehouse

Hierzu Netzpolitik.org:

Es zeigt sich, wie die Länge der urheberrechtlichen Schutzfristen Digitalisierung und Zugang zu Büchern und damit dem kulturellen Erbe behindern, weil große Mehrzahl der Werke zwar auch noch Jahrzehnten noch urheberrechtlich geschützt sind, eine Verwertung sich aber bereits nach wenigen Jahren nicht mehr lohnt. Das Diagramm veranschaulicht also sehr schön, was in der Debatte um “verwaiste Werke” als die “Lücke des 20. Jahrhunderts” bezeichnet wird.

Für den Fall, dass mal wieder jemand sagt, die „Netzgemeinde“ würde keine Argumente in dieser Sache vorbringen.

Artikel auf Netzpolitik.org: Die Lücke des 20. Jahrhunderts: Visualisierung des Schutzfristenproblems im Urheberrecht

edit: Dazu gibt’s auch noch das Video der Präsentation von Paul Heald zum Thema: Do Bad Things Happen When Works Fall into the Public Domain: The Market for Audiobooks.


(Direktlink)

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