Archiv für Mai 2012

2839%: GEMA-Tarifreform für Clubs und Gebühren für Speichermedien mit irrwitzigen Preissteigerungen

Comic - Club- und Diskonächte nach der GEMA-Reform
(Bild via)

Der deutsche Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA hat gemeinsam mit dem Bundesvereinigung der Musikveranstalter ein paar Rechenbeispiele erstellt, welche die neuen GEMA-Tarife für Clubs und Diskotheken prognostiziert, die ab dem 01. Januar 2013 in Kraft treten sollen. Eine Musikkneipe mit 220 qm Raumgröße, ohne Eintritt, an sieben Öffnungstagen Musik mit Laptop von 20:00-2:00 Uhr spielt, erhält nach Rechnung der DEHOGA eine Preissteigerungen von unfassbaren 2839% (von bisher 2.011,89 Euro auf 59.123,06 Euro im Jahr).

Die GEMA selbst wollte mit den neuen Tarifen für mehr Transparenz sorgen. Anscheinend sind sie leicht übers Ziel hinaus geschossen. Die weiteren Beispielrechnungen findet ihr hier (via KFMW).

Des Weiteren kam über die Piraten noch folgende Meldung rein:

Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) hat eine neue Gebührenordnung angekündigt. Die Abgaben für Speichermedien sollen um bis zu 1850 Prozent erhöht werden. Eine offizielle Begründung dafür hat die ZPÜ nicht abgegeben. Die Piratenpartei Deutschland verurteilt diese willkürliche Preiserhöhung. Statt undurchsichtiger Preisfestlegungen fordern die PIRATEN eine einfache Vergütung nach Höhe des Verkaufspreises sowie eine Stärkung der Privatkopie.

Der Zweck von Urheberrechtspauschalabgaben ist es, einen Ausgleich für die Erlaubnis der Privatkopie nach §53 und §54 UrhG zu schaffen.

Welche Preissteigerungen das konkret für Festplatten, USB-Sticks und SD-Karten bedeutet, ist natürlich noch nicht absehbar. Gleichzeitig eine Einschränkung von Privatkopien voranzutreiben und Gebühren für ‚potenzielle‘ Kopien zu verlangen, ist allerdings ziemlich fragwürdig.

Liquid Flowers

Liquid Flowers

Jack Long fotografiert Flüssigkeiten mit High-Speed-Kameras. Im richtigen Moment abgelichtet erscheinen die Farbspritzer als Blumen.

Mehr Fotos aus der Reihe findet ihr in dieser Galerie auf Flickr (via Dressed Like Machines).

Wanted to advance my fluid suspension/high speed photography to a higher level. I created the liquid Vase in the autumn of 2011. I worked on creating the floral forms and leaves through the winter and put it all together Spring 2012. All of my images, unless otherwise noted are single capture events. I do not use photoshop to create composited images. What you see is what occurred in that single exposure.

Nick Hanauers TED Talk zur Einkommensungleichheit

Einkommensungleichheit ist ein großes Thema der Politik, insbesondere in den USA, wo die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter auseinander geht als hierzulande. Der TED Talk von Unternehmer und Multimillionär Nick Hanauer war deshalb eine heikle Angelegenheit. Als TED sich entschieden hat, den Vortrag nicht zu veröffentlichen, und Hanauer in der Folge an die Öffentlichkeit trat, brach im Internet ein Shitstorm auf die sonst so beliebte Veranstaltungsreihe ein.

TED rechtfertigte sich nachher für das ausbleibende Hochladen des Videos mit Hanauers „Partisanen-Rhetorik“. Nun kann sich jeder selbst eine Meinung bilden. Hier das Video zu Hanauers Vortrag zur „Income Equality“.


(Direktlink)

ACTA-Abstimmungen im EU-Parlament: Ausschüsse entscheiden sich knapp gegen ACTA

Heute fällt eine Vorentscheidung in Sachen ACTA im EU-Parlament. Heute morgen wurde in wichtigen Ausschüssen eine Empfehlung zu ACTA abgegeben:

Heute finden in drei wichtigen Ausschüssen im EU-Parlament Abstimmungen über ACTA statt. Diese fließen alle in den Bericht der federführenden INTA-Ausschuss (Internationaler Handel), der aber erst in ca. drei Wochen über seinen Abschlussbericht abstimmt. Die heutigen Abstimmungen haben dabei den Charakter einer wichtigen Vorwahl und zeigen auch das Wahlverhalten der einzelnen Fraktionen und Politiker. Wir berichten in diesem Beitrag den ganzen Tag über die Ergebnisse.

Bisher stimmten Industrieausschuss, Rechtsausschuss und Bürgerrechtsausschuss allesamt gegen ACTA! Allerdings fielen die Mehrheiten in den einzelnen Ausschüssen denkbar knapp aus. Bis zur finalen Abstimmung im Juli muss noch etwas Druck gemacht werden.

Mehr zu den einzelnen Abstimmungen, Ergebnissen und der weiteren Vorgehensweise findet ihr in Markus Beckedahls Artikel auf Netzpolitik.org.

Erste Hilfe

Erste Hilfe Wrestling - Funny

Dear Boy in Outer Space

Dear Girls, Don't Be Insecure - Dear Boy in Outer Space, Don't Tell Me What To Do
(via)

Musikempfehlung des Abends: And So I Watch You From Afar – „BEAUTIFULUNIVERSEMASTERCHAMPION“

Das Lied mit dem All-Caps-Titel zu einem Video von Tom Lowe.

Forscher finden „Hintertürchen“ in Hardware von Militär-Chips

Zwei Forscher aus London und Cambridge, Sergej Skorobogatov und Christopher Woods, haben herausgefunden, dass in die Hardware von FPGA-Chips, welche vom Militär eingesetzt werden, „Backdoors“ eingebaut sind, durch welche die Chips reprogrammiert oder Daten ausgelesen werden können. Die Chips werden angewendet „in many systems from weapons, nuclear power plants to public transport. In other words, this backdoor access could be turned into an advanced Stuxnet weapon to attack potentially millions of systems.“ So steht es in einer aktuellen Nachricht zur Hardware Security Research.

Im Abstract aus dem Paper von Skorobogatov und Woods heißt es:

This paper is a short summary of the first real world detection of a backdoor in a military grade FPGA. Using an innovative patented technique we were able to detect and analyse in the first documented case of its kind, a backdoor inserted into the Actel/Microsemi ProASIC3 chips. The backdoor was found to exist on the silicon itself, it was not present in any firmware loaded onto the chip. Using Pipeline Emission Analysis (PEA), a technique pioneered by our sponsor, we were able to extract the secret key to activate the backdoor. This way an attacker can disable all the security on the chip, reprogram crypto and access keys, modify low-level silicon features, access unencrypted configuration bitstream or permanently damage the device. Clearly this means the device is wide open to intellectual property theft, fraud, re-programming as well as reverse engineering of the design which allows the introduction of a new backdoor or Trojan. Most concerning, it is not possible to patch the backdoor in chips already deployed, meaning those using this family of chips have to accept the fact it can be easily compromised or it will have to be physically replaced after a redesign of the silicon itself.

Auf Fefes Blog heißt es dazu:

Die Backdoor ist spannender als es auf den ersten Blick aussah. Erstens ist das eine Design-Level-Backdoor, nichts was man im Nachhinein ranpopelt in der Fertigung. Zweitens ist die Designfirma aus den USA. Drittens erlaubt so eine Backdoor nicht, ein Gerät mit dem Chip fernzusteuern, sondern wenn man so ein Gerät hat, kann man mit der Backdoor den Code überschreiben — oder auslesen.

Wenn das mal nicht Raum für Spekulationen lässt.

Portal in Real Life: Faith Plates, Portal Gun and Tracking Turrets

Findige Bastler haben die Sprungplattformen und niedlichen Geschütztürme aus Portal, bzw. Portal 2 nachgebaut. Unten findet ihr die Videos zu beiden Modellen.

Zudem gibt’s (oder gab’s) hier P-bodys Portal Gun zum Vorbestellen.


(Direktlink, via Aperture Science auf Facebook)


(Direktlink, via Portal auf Facebook)

Realität ist was für Menschen, die Angst vor Einhörnern haben

Postcard - Realität ist was für Menschen, die Angst vor Einhörnern haben
(via)