Archiv der Kategorie 'Politics'

Der Wahlabend in einem Bild

Sorry für den dahingeschluderten Shoppingjob. Aber so fühlte es sich in den letzten Stunden an.

Wahlabend 2013 AfD FDP absolute Mehrheit Union Bullet Dodging

Warum Netzneutralität so wichtig ist


(Direktlink, via KFMW)

Eine Zukunftsvision von Uebermorgen.TV, welche die möglichen Folgen des Endes der Netzneutralität kurz und knapp erklärt. Dystopisches Szenario, sicher. Aber die Telekom hat ja kürzlich den ersten Schritt gemacht. Das ist zugleich eine Kampfansage, welche Netzaktivisten gerne mal aufnehmen können. Für ein Aufbäumen wie zuletzt bei der grandios erfolgreichen Kampagne gegen ACTA wäre jetzt die Zeit.

Hier gibt’s übrigens eine Petition gegen die Telekom-Pläne. Zum Unterschreiben und Weiterverlinken.

Und für alle Telekom-Kunden gibt es jetzt schon eine passende Antwort an den Konzern, die man gerne teilen darf. (FB-Post).

Telekom verkündet Ende der Flatrates und verletzt Netzneutralität (ab 2. Mai bei Ihrem Telekom-Händler)

Telekom-Werbung - DSL-Drosselung und Flatrate-Einschränkung

Ab 2. Mai macht die Telekom ernst und wird eigene Angebote im Netz gegenüber der Konkurrenz bevorzugen. Sprich: Wer Angebote wie Filme und Videos, die große Datenvolumen einnehmen, zu oft bei der Konkurrenz von Zattoo, Youtube, u.Ä. anschaut, dem wird ab einem bestimmten monatlichen Volumen einfach der Hahn zugedreht und das Superhighspeed-DSL-Internet quasi unbenutzbar gemacht. Ach ja, Telekom-eigene Angebote wie Entertain bleiben davon unberührt. Netzneutralität adé. Schade, dass man jetzt nicht mal ein Gesetz zur Hand hat, das solche Praktiken verbietet. *pfeif*

Zusammengefasst klingt das wie folgt:

Neuverträge werden ab dem 2. Mai mit einer Drosselung bei bestimmten Volumina verkauft. Bei den üblichen DSL-Verträgen mit “bis zu” 16 Mbit/s wird ab 75 GB auf sechsfache ISDN-Geschwindigkeit gedrosselt, bei “bis zu”50 MBit/s ab 200 GB. Mit der gedrosselten Geschwindigkeit von 384 Kbit/s ist Internet nur noch anstrengend. 75 GB sind übrigens weniger als 10 Filme in HD schauen an Datendurchsatz benötigen, d.h. bei der Deutschen Telekom kann man im Standardtarif nur an jedem dritten Tag einen HD-Film bei der Konkurrenz anschauen. Willkommen im 20. Jahrhundert! (Markus Beckedahl, Netzpolitik.org)

Mehr dazu findet ihr hier auf Netzpolitik.org, von denen Bild und Text oben stammen (Creative-Commons-Lizenz BY-NC-SA).

Arte+7: Staatsgeheimnis Bankenrettung

Spannende Reportage mit Sachbuchautor Harald Schumann zum Kern der Finanzkrise und der aktuellen Euro-Problematik, mit interessanten Fakten und Hintergründen und (leider) auch jeder Menge Phrasendrescherei von den Interviewpartnern. Trotzdem: Ansehen.

50 Milliarden Euro in Griechenland, 70 Milliarden Euro in Irland, 40 Milliarden Euro in Spanien – ein Eurostaat nach dem anderen sieht sich gezwungen, seine Banken mit gigantischen Summen zu stützen, um damit die Verluste auszugleichen, die den Geldhäusern aus faulen Krediten entstanden sind. Aber wohin gehen die Milliarden eigentlich? Wer sind die Begünstigten? Mit dieser einfachen Frage reist der preisgekrönte Wirtschaftsjournalist und Sachbuchautor Harald Schumann quer durch Europa und bekommt verblüffende Antworten.

(Arte.tv via Rivva)

Meanwhile in Berlin: Gamification des aktiven Protests gegen Überwachung

Protest gegen Überwachung im öffentlichen Raum trifft auf Vandalismus trifft auf ein Real-Life-Spiel. Der britische Guardian schreibt über ein neues Phänomen in Berlin:

This is Camover, a new game being played across Berlin, which sees participants trashing cameras in protest against the rise in close-circuit television across Germany.

The game is real-life Grand Theft Auto for those tired of being watched by the authorities in Berlin; points are awarded for the number of cameras destroyed and bonus scores are given for particularly imaginative modes of destruction. Axes, ropes and pitchforks are all encouraged.

Hier weiterlesen: Game to destroy CCTV cameras: vandalism or valid protest? (Guardian)

In Berlin ist in Sachen Protest immer etwas mehr drin. Mal sehen, was Herr Friedrich und Herr Henkel dazu sagen …

Child of the 90s: Microsoft erinnert an unsere Kindheit

Ah, die Neunziger. Was für einen absoluten Blödsinn wir uns da geleistet haben. Blinkende Turnschuhe, Bauchtaschen und … Pogs. Das war irgendwie alles ziemlich bescheuert. Aber wie das nun mal mit bescheuerten Sachen aus der Kindheit so ist, hat man nostalgische Gefühle, wenn man daran zurückdenkt.

Auf diese Nostalgie setzt auch Microsoft, wenn sie den inzwischen erwachsen gewordenen Pog-Spieler von damals an den Internet Explorer erinnern. Weißt du noch, du fandest mich mal hammer. Ich war der beste Browser auf der ganzen weiten Welt.

Ja, IE, das warst du. Irgendwann einmal. Denn das ist das Dumme an Nostalgie: Sich dran erinnern ist schön. Aber heute noch mal denselben Quatsch benutzen? Nee, garantiert nicht. Und wenn, dann lieber Pogs.


(Direktlink)

Das Recht auf Wasser


(Direktlink)

Einfach weil’s wichtig ist (und manche Dinge definitiv in die Hände von Unternehmen gehören): Ein Video zum Anschauen, ein Artikel zum Lesen und unten die Petition zum Unterschreiben. Wasser geht uns alle an. ;)

Petition bei right2water: Water is a Human Right

1927 lagen die Alpen noch in Kalifornien

Paramount Studio Foreign Country Movie Map for California from 1927

Eine Karte der Paramount Studios von 1927, die zeigt, welche Gegenden in Kalifornien sich als Schauplätze für Filme eignen, die eigentlich in anderen Ländern auf der Welt spielen. Damals waren halt Reisen noch teurer und CGI noch nicht erfunden. (via reddit)

Letter from Aleppo: Just schreibt aus Syrien

Hab’s schon an anderer Stelle erwähnt, aber das verdient echt noch ein bisschen mehr Öffentlichkeit: Der Berliner StreetArt-Fotograf Just hat sich nach Syrien aufgemacht, um von der Lage und dem Leben in dem Land zu berichten und Fotos zu schießen. Das dabei entstehende Tagebuch erzählt von Begegnungen, den Kriegszuständen und gibt ziemlich hautnah wieder, wie es dort zurzeit aussieht. Die Einträge mitsamt einiger Bilder hat René auf Nerdcore online gestellt:

Inside Syria: Letters from Aleppo (1)
„Say hello to Germany for me“: Letters from Aleppo (2)
The Asylum: Letters from Aleppo (3)
Letter from Aleppo – Bilder (Flickr)

Also, Vorsatz für die nächsten Tage: Blog mitverfolgen und dem Guten Glück wünschen, dass er heil nach Hause kommt. Teil 3 steigt auch gleich mit Gesprächen von Journalisten über die Sicherheit von Schutzwesten ein.

EU unternimmt etwas zum Schutz der Netzneutralität (yippieh!), UN befindet sich auf Abwegen (buuuh!)

Yeah, EU. Kaum haben die den Friedensnobelpreis in der Tasche, nehmen die sich das als Ansporn, was Gutes in Sachen Internet und Netzneutralität zu tun. Andre Meister schreibt auf Netzpolitik.org hierzu:

Das Europäische Parlament fordert, die Netzneutralität in der Europäischen Union gesetzlich zu verankern. Das haben die Abgeordneten heute mit großer Mehrheit in gleich zwei Entschließungsanträgen beschlossen. Das Parlament fordert damit die Kommission auf, endlich gegen die permanente Verletzung der Netzneutralität vorzugehen statt weiter auf Zeit zu spielen und abzuwiegeln.

Wie der fahrplan, der im Bericht zur Vollendung des digitalen Binnenmarkts beschlossen wurde, im Einzelnen aussieht, könnt ihr hier nachlesen: Europäisches Parlament verlangt gesetzliche Regelung zum Schutz der Netzneutralität (Netzpolitik.org)

Ohne Frage hat der Druck von Lobbyorganisationen und seitens der „Netzgemeinde“ auch etwas bei den Verantwortlichen bewirkt. Man denke nur an das ACTA-Fiasko der EU zu Beginn dieses Jahres und die darauffolgenden Proteste zurück.

Die Stimmen der Nutzer sind nun erneut gefragt, denn auf der ITU (International Telecommunication Union) Conference der UN in Dubai wird zurzeit die Zukunft des Internets verhandelt. Hier fordern Vertreter einiger Länder, dass Regierungen mehr Macht über das nationale Internet bekommen sollten, was im Endeffekt vor allem autoritären Regimes zusätzliche Rückendeckung in Sachen Netzzensur geben könnte. Doch auch in „freien“ Ländern wären die Unabhängigkeit des Internets sowie die Netzneutralität der Provider nicht mehr gewahrt.

An dieser Stelle daher ein Verweis auf eine Petition zum Thema (avaaz), die nicht mehr viele Stimmen bis zur erforderlichen halben Million benötigt:

ITU: Hands off our Internet!